Wer ist Dr. SBB?
Serdar Bora Bayraktaroğlu
Für mich ist plastische Chirurgie nicht nur eine Reihe von Operationen, sondern eine gestalterische Disziplin, die auf Vertrauen, wissenschaftlicher Strenge und dem Streben nach Natürlichkeit in jedem Detail beruht. Gute Arbeit bedeutet für mich, die Anatomie zu respektieren, das Gewebe schonend zu behandeln, Überflüssiges zu vermeiden und das Gesicht oder den Körper des Patienten seinem natürlichen Aussehen anzunähern, nicht dem eines anderen. Dieser Ansatz ist zentral für meinen Beruf und auch für andere Bereiche meines Lebens: Ich gehe mit der gleichen Sorgfalt vor, wenn ich lerne, kreativ bin, schreibe und beobachte.
Seit 2011 bin ich als Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie tätig. Im Laufe der Jahre habe ich einen Behandlungsansatz entwickelt, der die Feinheiten der ästhetischen Chirurgie mit wissenschaftlicher Sensibilität, fundierten anatomischen Kenntnissen und einem künstlerischen Blick verbindet. 2018 absolvierte ich in den USA bei Dr. Timothy Marten eine Fortbildung in der High-SMAS-Facelift-Technik. Denn für mich bedeutet ein gutes Ergebnis nicht einfach nur „straffer“, sondern vor allem „präziser“ – respektvoll gegenüber den Gewebeschichten, wohlüberlegt, harmonisch und langfristig. Ein wichtiger Meilenstein, der meinen klinischen Ansatz weiter vertieft hat, war meine Promotion in Genetik und Bioingenieurwesen an der Yeditepe-Universität im Bereich Stammzellen und Exosomen. Diese Ausbildung erweiterte meine Perspektive in der ästhetischen Plastischen Chirurgie um die Dimension der regenerativen Medizin und der Zelltherapie. Bei der Integration dieses Wissens, das sich auf Geweberegeneration, Gesichtsverjüngung und die Biologie des Alterns konzentriert, in meine klinische Praxis verfolge ich einen Ansatz, der dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht und neben dem Sichtbaren auch die Qualität und das Verhalten des Gewebes im Laufe der Zeit berücksichtigt. Daher verfolge ich die Entwicklungen in der ästhetischen Chirurgie, der Anti-Aging-Medizin und der medizinischen Ästhetik auf nationaler und internationaler Ebene aufmerksam; wissenschaftliche und klinische Beiträge betrachte ich als Teil meiner beruflichen Verantwortung. Meine Mitgliedschaften in der ISAPS und der Türkischen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sind Ausdruck dieses Verständnisses von Solidarität und Wissensaustausch.
Neben meinem Beruf beschäftige ich mich gerne mit dem Konzept der Ästhetik im Leben selbst. Mein Interesse an Philosophie, Geschichte und Gastronomie hilft mir, Ästhetik nicht nur als technisches Ergebnis, sondern auch im Zusammenhang mit menschlicher Wahrnehmung, Kultur und Bedeutung zu betrachten. Die Fotografie ist sowohl mein Hobby als auch mein kreativer Ausdruck: Die Beobachtung von Licht, Form und Proportion hält mein gestalterisches Gespür in der Klinik stets wach. Mein erstes Buch, „Eine Welt ohne Filter ist möglich“, das 2024 bei Doğan Publications erschien, verwandelte meine Reflexionen über Ästhetik, Wahrnehmung und den modernen Schönheitsbegriff in eine literarische Reise. Mein zweites Buch, „Falten und Zerbrechlichkeit“, ist fertiggestellt und wird in den ersten Monaten des Jahres 2026 erhältlich sein. Ich möchte meine vielschichtige Perspektive fortsetzen und Wissenschaft, Ästhetik und Philosophie miteinander verbinden – diesmal auf einer tieferen literarischen Ebene.


